Auch heuer gibt es wieder einige Informationen, die zum Jahreswechsel 2014 / 2015 interessant sind.


GEWINNFREIBETRAG

Wie bereits in den letzten Jahren steht der Gewinnfreibetrag allen natürlichen Personen unabhängig der Gewinnermittlungsart zu und beträgt bis zu 13 % des Gewinnes. Der Grundfreibetrag für Gewinne bis € 30.000 steht jeder natürlichen Person automatisch zu, für darüberhinausgehende Gewinne sind begünstigte Investitionen erforderlich (darunter fallen z.B. neue, abnutzbare körperliche Wirtschaftsgüter), die mindestens vier Jahre im Betrieb behalten werden müssen. Abweichend vom Vorjahr können anstatt der bisher zulässigen Vielzahl  „mündelsicherer“ Wertpapiere ausschließlich Wohnbauanleihen als unkörperliche Investitionen herangezogen werden. Ihr Bankinstitut wird Sie hier gerne beraten.
Beachten Sie bitte unbedingt, dass die jeweilige Investition noch im heurigen Jahr getätigt werden muss, um steuerlich wirksam zu werden.


VORGEZOGENE INVESTITIONEN

Für Investitionen bis zum Jahresende kann noch heuer eine Halbjahres-Abschreibung geltend gemacht werden, die den steuerpflichtigen Gewinn mindert. Geringwertige Wirtschaftsgütern (d.h. bis € 400 netto) können sofort als Aufwand angesetzt werden. Auch laufende Kosten, die im nächsten Jahr fällig werden, können noch im Dezember steuerwirksam vorausgezahlt werden.

Gleichzeitig können Betriebseinnahmen bei Einnahmen-Ausgaben-Rechnern erst im nächsten Jahr vereinnahmt werden, um heuer eine geringere Steuerbelastung zu haben.


SOZIALVERSICHERUNG

Falls Sie sich als „neuer Selbständiger“ wegen Unterschreiten der Versicherungsgrenzen (€ 4.743 Gewinn bei anderer Nebentätigkeit, € 6.453 Gewinn, wenn alleinige Tätigkeit) von der Sozialversicherungspflicht befreien ließen, und diese Grenzen im Jahr 2014 überschreiten werden, dann empfehlen wir Ihnen eine rechtzeitige Meldung an die SVA bis Jahresende (ein einfaches Mail genügt), da bei einer verspäteten oder gar keiner Meldung und anschließendem Überschreiten der oben angeführten Grenzen ein Zuschlag von 13 % verrechnet wird.

Für gewerbliche Jungunternehmer, die im Jahr 2014 einen Jahresumsatz unter € 30.000 und einen Jahresgewinn unter € 4.743 erzielen werden und in den letzten fünf Jahren nicht mehr als 12 Monate der Pflichtversicherung unterlagen, endet die Antragsfrist für die Befreiung mit 31.12.2014.


SPENDEN

Seit 2012 gibt es eine Vielzahl an begünstigten Spendenempfängern, an die steuergünstig gespendet werden kann (unter anderem Feuerwehren, Tierschutzhäuser etc.). Es gibt jedoch Einschränkungen, so können Sie maximal 10 % Ihres laufenden Gewinnes (betrieblich) sowie maximal 10 % Ihrer Einkünfte (insgesamt) spenden. Informieren Sie sich bereits vorweg über die Abzugsfähigkeit unter dem Spendenservice des BMF: www.bmf.gv.at/kampagnen/
spendenservice.html.


FÜR DIENSTGEBER

Wie jedes Jahr können Sie für Jahresfeiern pro Dienstnehmer pro Jahr € 365 aufwenden. Außerdem können Sie Sachgeschenke und Gutscheine iHv € 186 je Dienstnehmer schenken.

Die wichtigsten Werte der Sozialversicherungsgrenzen für das Jahr 2014 im Überblick:

Geringfügigkeitsgrenze täglich

30,35

Geringfügigkeitsgrenze monatlich

395,31

Höchstbeitragsgrundlage monatlich

4.530,00

Bei der Pendlerpauschale werden ab 2014 einheitliche Rahmenbedingungen geschaffen, ob ein öffentliches Verkehrsmittel zumutbar ist (und damit nur die kleine Pendlerpauschale zusteht), oder nicht. Bis zu einer Reisezeit von 60 Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind diese stets zumutbar, d.h. das kleine Pendlerpauschale kann (unter den anderen Voraussetzungen!) beantragt werden. Ab 120 Minuten ist eine Nutzung von Öffis nicht mehr zumutbar, d.h. hier ist das große Pendlerpauschale anzuwenden. Zwischen 60 und 120 Minuten kommt es darauf an, welche Wegstrecke zurückgelegt werden muss. Sind z.B. 30 km in eine Richtung zu fahren, so liegt die zumutbare Dauer dieser Entfernung bei 60 Minuten plus 1 Minute je angefangenem km, somit sind 90 Minuten Reisedauer noch zumutbar, alles darüber wäre nicht mehr zumutbar und würde zur Anwendbarkeit der großen Pendlerpauschale führen.

Nutzen Sie auch den Pendlerrechner des BMF!

Ab 01.08.2014 können aufgrund der SEPA-Umstellung Zahlungen nur mehr über IBAN und BIC durchgeführt werden. Sorgen Sie bitte für rechtzeitige Anpassungen, vor allem auf Ihren Rechnungsausdrucken!